Chelat-Therapie

Chelatoren sind Stoffmoleküle, die durch Komplexbildung Metalle im Blut binden und über die Niere zur Ausleitung bringen können.

Selbst in geringen Mengen können toxische Metalle im Körper krankhafte Veränderungen auslösen, die man schulmedizinisch oft nicht leicht erklären oder erkennen kann. Viele Berufskrankheiten z. B. stehen im Zusammenhang mit der Vergiftung durch berufsspezifische Metalle. An dieser Stelle sind die Chelatoren von großem therapeutischen Nutzen.

 

Schwermetalle als mögliche Ursachen der Arterienverkalkung

Als ursächlich für Leiden werden meistens Rauchen, Bluthochdruck, hohes Cholesterin, Übergewicht, Bewegungsmangel oder Stress in Betracht gezogen. Die Belastungen mit Umweltgiften und Schwermetallen finden dabei kaum Beachtung. Vor allem bei der Verkalkung der Blutgefäße sind diese aber oft maßgeblich mitbeteiligt.

 

Wie entstehen die Ablagerungen in den Gefäßen?

Wenn sich Schwermetalle im Körper anreichern, z. B. in Folge von Fehlfunktion  der Entgiftungsenzyme, entstehen freie Radikale, die wiederum die Zellwände schädigen können. Dies kann auch an den Innenwänden der Blutbahnen geschehen. An den Stellen, wo die Zellmembran verletzt wird, dringt Kalzium und Cholesterin in die Zellen ein und oxidiert. Das ist der Beginn der Plaquebildung.

Man unterscheidet zwischen weichen und festen Plaques. Die weichen sind die gefährlicheren, weil Teile der Plaques durch den Blutstrom abgerissen werden  und so kleinere Gefäße komplett verstopfen können. Die nachfolgenden Zellen werden nicht mehr ausreichend versorgt. Auch die Entgiftung verlangsamt sich. Der Zelltod ist die Folge. So kann das Herz-Muskel-Gewebe Schaden nehmen.

Die anderen Plaques setzen sich in der Innenwand der Arterien fest und versteifen sie. Sind größere Bereiche der Arterienwände betroffen, ist hoher Blutdruck oft die Folge. 

Mögliche Symptome der Gefäßverkalkung sind:

Brustschmerz                                                   bei Durchblutungsstörungen im Herz,

Schwindel, Gedächtnisstörungen                bei Durchblutungsstörungen im Kopf,

Schmerzen beim Gehen,

immer kürzere Gehstrecken ohne               bei Durchblutungsstörungen der Beine. 

Schmerz

Herzinfarkt, Schlaganfall oder gar die Amputation sind dann oft die Folgen.           

Eine Operation ist immer nur eine Notlösung und beseitigt nur an einer Stelle die Behinderung der Durchblutung. Die Verkalkung zieht sich jedoch durch das gesamte Gefäßsystem. Auch nach einer Bypass-Operation oder dem Einsatz eines Stents ist deshalb eine Chelat-Therapie absolut notwendig, um die anderen Plaques zu erreichen. Die Chelat-Therapie wird demnach besonders bei der Verkalkung von Beinarterien, der Herzkranzgefäße, der Halsschlagader und der Bauchaorta eingesetzt.

 

Kontraindikation für die EDTA-Chelat-Therapie! 

Die Chelat-Therapie sollte bei Patienten mit folgenden Befunden nicht durchgeführt werden:

Schwere Nieren- und Leberinsuffizienz

Dekompensierte Herzinsuffizienz

Schwere Herzrytmusstörungen(Lown IV)

Ausgedehntes Aneurysma

sowie als theoretisches Risiko nach einer Lungentuberkulose.

 

Wie wird die EDTA-Chelat-Therapie durchgeführt?

Die Aminosäure Ethylene Diamine Tetra Acetic Acid (EDTA) wird zusammen mit Vitaminen und Mineralien als intravenöse Infusion verabreicht. Die Patienten liegen während der dreistündigen Prozedur  auf einer bequemen Liege (bei anschließender Oxyvenierung) oder in einem bequemen Sessel. Es empfiehlt sich dabei reichlich zu trinken, um die Niere und den Ableitungsprozess anzuregen.

 

Wie viele EDTA-Chelat-Behandlungen sind notwendig?

 

20 bis 30 EDTA-Chelat-Infusionen werden mit anderen Chelatoren zusammen verabreicht. Zusätzlich werden Nahrungsergänzungen zur täglichen Einnahme verordnet. Bewegung und Stressmanagement sind immer wieder Teil der Gespräche während der Infusion. Zigarettenrauch enthält  z.B. Cadmium, ein toxisches Metall und sollte deshalb eingestellt werden.

Im Anschluss an die 20-30 Infusionen wird monatlich eine Infusion anberaumt, um den Therapieerfolg zu halten.

Nach einer Bypassoperation kann mit der EDTA Chelat - Infusion einem erneuten Verschluss vorgebeugt werden. Auch bei Stents kann die Chelat-Therapie dazu beitragen, sie länger offen zu halten.

 

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